Eriskirch ist eine baden-württembergische Gemeinde mit knapp 5000 Einwohnern und gehört zum Landkreis Bodenseekreis. Zwischen Friedrichshafen und Langenargen liegt sie auf 400 Höhenmetern an der Mündung der Schussen. Bekannt ist Eriskirch vor allem durch das Eriskircher Ried, das mit 550 Hektar größte Naturschutzgebiet am nördlichen Ufer des Bodensees.

Geografie und Klima

Zu Eriskirch gehören mehrere Teilorte, seit 1818 Schlatt, Gmünd, Moos und Ober- und Unterbaumgarten sowie seit der Gemeindereform im Jahr 1937 Schussenreute, Röcken, Ziegelhaus, Knöbelhof, Wolfzennen, Langenacker, Hofstatt, Braitenrain, Dillmannshof und Mariabrunn. Das Klima in Eriskirch ist bedingt durch die günstige Lage der Gemeinde mild und gemäßigt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 9 °C, im wärmsten Monat Juli werden Werte bis zu circa 24 °C erreicht.

Geschichte

Schon in der mittleren Steinzeit gab es auf dem Gebiet des heutigen Eriskirch Freilandansiedlungen. Auch die Römer hinterließen hier ihre Spuren: Um das Jahr 50 n. Chr. erbauten sie eine Brücke über die Schussen. Erstmals gesichert urkundlich erwähnt wurde Eriskirch allerdings erst im 13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Eriskirch zum Wallfahrtsort, woraufhin der Bau der frühgotischen Kirche Mariä Himmelfahrt begann.

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges flüchteten die Eriskircher über den Bodensee in die Schweiz. Nachdem die Schweden die gotische Kirche im Jahr 1634 niedergebrannt hatten, begann 1666 der Wiederaufbau mit teils barocken Elementen. Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Eriskirch zunächst zu Bayern, ab 1810 zu Württemberg. Die Gemeindereform 1937 führte zu einem Zusammenschluss verschiedener Orte inklusive Mariabrunn mit Eriskirch.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der wirtschaftliche Aufschwung der Gemeinde Eriskirch begann im Jahre 1899 mit dem Anschluss an die Bahnstrecke Friedrichshafen-Lindau (Bodenseegürtelbahn). Heute ist Eriskirch ein Gewerbestandort in der Region Bodensee-Oberschwaben; in Eriskirch befindet sich der Hauptsitz des Maschinenbauunternehmens DRIAM Anlagenbau. In der Region rund um Eriskirch sind zahlreiche weitere weltweit agierende Großunternehmen angesiedelt.

Eriskirch ist über die B31 an die A96 und über die B30 im sechs Kilometer entfernten Friedrichshafen an die A8 angeschlossen. In der Wohngemeinde Eriskirch gibt es zwei Kindergärten und eine Grundschule. Weiterführende Schulen aller Schulformen finden sich in den umliegenden und gut angebundenen größeren Städten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Eriskirch gibt es eine Menge zu entdeckten. Insbesondere wird die Gemeinde durch ihre schöne Lage an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße ausgezeichnet; auch der Bodensee-Radweg und der Bodensee-Rundweg führen direkt durch Eriskirch hindurch. Durch das Naturschutzgebiet Eriskircher Ried werden zahlreiche interessante Führungen angeboten – hier kann man auch die blau blühende Sibirische Schwertlilie bewundern, die im Eriskircher Ried deutschlandweit den höchsten Bestand aufweist.

Kulturinteressierte sind mit einer Besichtigung der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt gut beraten, die vor allem durch ihre Wandmalereien besticht. Auch die beiden historischen Holzbrücken über die Schussen sind einen Besuch wert. Freunde der traditionellen schwäbisch-alemannischen Fasnet kommen in Eriskirch nicht zu kurz: Die seit 2014 im Bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gelistete Fasnet wird in Eriskirch ausgiebig zelebriert. Für alle, die sich weiterbilden möchten, sind die Angebote der Volkshochschule Bodenseekreis interessant: In allen Gemeinden, also auch in Eriskirch, werden Kurse angeboten, die von Ernährung über EDV bis hin zu Sprachen und Gesundheit reichen.

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