Die baden-württembergische Gemeinde Langenargen ist auf 399 Höhenmetern am Nordufer des Bodensees in der Nähe von Friedrichshafen gelegen. Langenargen gehört zum Landkreis Bodenseekreis und zum Regierungsbezirk Tübingen. Im Gebiet der knapp 8000 Einwohner starken Gemeinde sind ein Naturschutzgebiet (Argen) und fünf Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, darunter das Württembergische Bodenseeufer und der Tettnanger Wald.

Geografie und Klima

Langenargen liegt auf einer Landzunge zwischen den beiden Mündungen der Bodenseezuflüsse Argen und Schussen. Zu der Gemeinde zählen neben den Dörfern Langenargen und Oberdorf die Weiler Schwedi, Tuniswald und Bierkeller sowie die beiden Höfe Mückle und Endringerhof. Die Nachbargemeinden von Langenargen sind Eriskirch, Tettnang und Kressbronn. Wie für das Bodenseeklima typisch, herrschen in Langenargen überwiegend milde Temperaturen, die im wärmsten Monat Juli bis auf 24 °C ansteigen.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Langenargen im Jahr 773, allerdings ist eine Besiedlung zu römischer Zeit mittlerweile durch Funde nachgewiesen. 1290 gelangte Langenargen in den Besitz der Grafen von Montfort. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Langenargen stark zerstört, dann jedoch wiederaufgebaut. Die Grafen von Montfort traten ihre Güter und so auch Langenargen 1780 an Österreich ab. 25 Jahre später fielen sie an das Königreich Bayern und dann 1810 an das Königreich Württemberg.

Mit dem Anschluss an die Bahnstrecke Friedrichshafen-Lindau in den Jahren 1896/97 begann der wirtschaftliche Aufschwung Langenargens. Die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs allmählich eingeführten demokratischen Strukturen wurden durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wieder aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Langenargen der französischen Besatzungszone an; noch bis 1986 war hier die 2. Escadron des 13. Dragoner-Fallschirmjäger-Regiments vor Ort.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft in Langenargen wird vor allem durch die Landwirtschaft, insbesondere den Obstanbau, das Handwerk und verschiedene kleinere und mittlere Gewerbebetriebe geprägt. Allerdings gewinnt auch der Tourismus in Langenargen zunehmend an Bedeutung. Bereits die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff pries die Schönheit Langenargens, und mittlerweile zählt die Gemeinde über 250.000 Übernachtungen jährlich aus dem Fremdenverkehr.

Langenargen liegt nahe an der B31, verfügt über eine gute Anbindung mit Bus und Bahn und kann außerdem über die Linien der Bodensee-Schiffsbetriebe auch über den Wasserweg erreicht werden. In Langenargen gibt es mehrere Kindergärten, zwei Grundschulen und eine Jugendmusikschule sowie ein Strandbad und ein Sportzentrum.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bei Naturfreunden lässt Langenargen die Herzen höherschlagen. An der Oberschwäbischen Barockstraße gelegen kann man hier nicht nur nach Herzenslust wandern und mit dem Fahrrad die Gegend erkunden, sondern sich auch in dem 1987 eingeweihten Sportzentrum auspowern. Wer gern auf dem Wasser unterwegs ist, kann am Langenargener Yachthafen, dem mit 750 Liegeplätzen zweitgrößte Yachthafen am Bodensee, anlegen.

Natürlich gibt es in Langenargen auch historische Bauwerke, die einen Besuch lohnen. Zu nennen sind hier beispielsweise das Schloss Montfort, das Kavalierhaus Langenargen und die Hängebrücke über die Argen. Auch die Kirche St. Martin, die Evangelische Friedenskirche und die Neuapostolische Kirche sollte man nicht verpassen. Das Heimatmuseum im alten Pfarrhaus zeigt Kunst aus Langenargen und umfasst die größte Sammlung des Malers Hans Purrmann. Jedes Jahr ziehen die Langenargener Festspiele eine Menge Besucher an; und auch die Fasnet wird hier jedes Jahr traditionell und ausgiebig gefeiert.

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